Die goldene Regel beim Bikepacking: Jedes Gramm zählt, aber die Verteilung ist entscheidend. Falsch beladene Taschen können das Fahrverhalten deines Rades massiv beeinträchtigen. Hier erfährst du, wie du deine Ortlieb-Taschen optimal bestückst.
Die Lenkertasche (9l oder 15l) sollte leichte, häufig benötigte Gegenstände aufnehmen: Smartphone, Geldbörse, Snacks, Karten, Sonnenbrille, Powerbank. Maximal 2–3 kg – sonst leidet die Lenkung.
Die Satteltasche (16,5l) ist für schwere, kompakte Ausrüstung gedacht: Zelt, Schlafsack, Isomatte schraubenförmig eingepackt. Schweres nach unten, leichtes nach oben.
Die Rahmentasche (4l) nimmt Werkzeug, Ersatzschlauch, Reifenheber und Pumpe auf – also alles, was du im Zweifel schnell brauchst. Das Gewicht lastet mittig und tief, ideal fürs Fahrverhalten.
Wasserfest einpacken: Auch wenn Ortlieb-Taschen wasserdicht sind – Kleidung in separaten Trockensäcken organisieren.
Schweres nach unten: In der Satteltasche schwere Gegenstände ans hintere Ende, leichte nach vorne. So verhindert du Pendeln.
Rollverschluss richtig nutzen: Mindestens dreimal rollen, dann schließen. So bleibt alles dicht – auch bei Starkregen.
Kabel und Elektronik: In die Lenkertasche – aber in einem gepolsterten Pouch. So sind sie immer griffbereit und geschützt.
Tagesbedarf oben: Was du unterwegs brauchst (Regenjacke, erste-Hilfe-Set) gehört in die Rahmentasche oder oben in die Satteltasche.
Satteltasche: Zelt (1,8 kg), Schlafsack (1,0 kg), Isomatte (0,5 kg), Wechselklamotten (0,8 kg). Gesamt: ca. 4,1 kg.
Rahmentasche: Werkzeug-Set (0,3 kg), Ersatzschlauch (0,15 kg), Pumpe (0,15 kg), Regenjacke (0,3 kg). Gesamt: ca. 0,9 kg.
Lenkertasche: Smartphone (0,2 kg), Powerbank (0,25 kg), Snacks (0,5 kg), Geldbörse (0,1 kg), Sonnencreme (0,05 kg). Gesamt: ca. 1,1 kg.
Mit dieser Verteilung fährt sich jedes Rad ausgewogen und sicher – egal ob auf Schotter oder Asphalt.
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